ONLINE-SERVICE

Bei meinem Wohnungseinzug habe ich den Vertrag mit den Stadtwerken übernommen. Ansonsten stehe ich dem Laden gegenüber wie dem Finanzamt: Ich muss bezahlen, da komm ich nicht drum rum. Ich versuche trotzem, den Kontakt auf ein Minimum zu beschränken.

Vor etwa zwei Jahren habe ich mal meine Finanzen auf Einsparpotentiale abgeklopft und mir fiel auf, das ich für Gas bezahle, obwohl ich nur einen Elektroherd habe – mich beschleicht bei Gasherden immer die irrationale Angst, das gleich alles in die Luft fliegt. Also flugs auf die Internetseite der Stadtwerke, um herauszusuchen wieviel es denn ungefähr kostet, einen Zähler demontieren zu lassen und den Vertrag auf Strom zu reduzieren.

Leider gibt (zumindest aber “gab”, vielleicht ist das inzwischen besser) die Stadtwerke-Seite solche Preisinformationen nicht her. Zumindest für einen Normalsterblichen wie mich war diese Information nicht auffindbar. Macht ja auch Sinn: Es könnte ja passieren, das alle nur noch für das bezahlen, was sie auch tatsächlich nutzen.

Irgendwann klickte ich dann auch auf den Link “Online-Service” und registrierte mich, in der vagen Hoffnung, vielleicht hier die ersehnte Information zu finden. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt, aber sie stirbt auch.

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Busfahren in der Provinz

“Wo bleibt das Positive? fragte einst Erich Kästner. Die Frage könnte aber auch von einem Leser dieses Blogs stammen. Immerhin geht es hier um die erlesensten Erfahrungen mit menschlicher Dummheit, Unflexibilität und Arroganz – Positives wirkt hier eher als Stilbruch, oder? Aber nun zu meinem Erlebnis:

Ich muss raus hier! “Hier”, das ist ein Provinzstädtchen, aus dem ich heute abend noch in die Oberrheinebene zurück muss. Und dies wie üblich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Continue reading “Busfahren in der Provinz”

KEIN TREIBERSUPPORT!!!

Oder: Warum es am Kaiserplatz mehr Latino-Streetgangs mit schweren Waffen braucht…

Ich bin ja jetzt unter die Pendler gegangen. Und in dem Zustand benötigt man irgendwann (=sehr bald) einen tragbaren Computer. Ich also los zum Händler, dort trage ich meine Wünsche vor: Schnell und aktuell soll er sein, und robust natürlich – schließlich soll er die nächsten Jahre mit mir pendeln. Der freundliche Verkäufer greift sogleich nach einem bereitliegenden Prospekt und empfiehlt mir ein geeignetes Modell. Es hört auf den Namen Samsung Aura SA11 T2300 Demao und bietet in der Tat eine ansprechende Ausstattung zu einem fairen Preis: 15,4-Zoll WXGA, Intel CPU Dual Core T3200, 2×2,0 GHz, Nvidia Grafikkarte, 4 GB Ram, WLAN bis 54MBit, 1000/100 Mbit Ethernet, … Als er seine Lobpreisungen unterbricht, um kurz Luft zu holen, komme ich dazu, meine dritte Anforderung zu artikulieren: Das Gerät soll unter Linux laufen.

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Der KVV, die Bahncard und die Captives

Eigentlich fahre ich ja gern mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wobei ich leider mangels eigenem Auto zu der Sorte Kunden gehöre, die der Herr Ludwig, ehemals Chef des Karlsruher Verkehrsverbundes, als “Captives” bezeichnete: Die sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, die würden auch dann noch mit dem KVV fahren, wenn, so Ludwig, “ich denen einen LKW mit Stühlen drauf vorbeischicke.” Mit anderen Worten: Mit denen kann man’s ja machen.

Was hab ich mit dem KVV zu tun? Continue reading “Der KVV, die Bahncard und die Captives”