{"id":198,"date":"2011-11-13T14:48:22","date_gmt":"2011-11-13T12:48:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.idioten-notschlachten.de\/blog\/?p=198"},"modified":"2011-11-13T22:33:07","modified_gmt":"2011-11-13T20:33:07","slug":"kennen-sie-asmi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.idioten-notschlachten.de\/blog\/2011\/11\/13\/kennen-sie-asmi\/","title":{"rendered":"Kennen Sie ASMI?"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; und: wollen Sie die kennenlernen?<\/p>\n<p>Die Firma hei\u00dft mit vollem Namen &#8220;Amphenol Shouh Min Industries&#8221; und baut Komponenten f\u00fcr SD-Karten.<\/p>\n<p><!--more-->Ich kenne niemanden in dieser Firma pers\u00f6nlich, ich bin mir nur relativ sicher, da\u00df ich irgendjemandem in deren Entwicklungsabteilung die Ohren lang ziehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Folgende Situation: Stellen wir uns mal vor, man leiht sich eine Semi-Profi-Kamera aus (Sony EX3) und filmt in HD auf diese schicken Speicherkarten der Firma Verbatim. (Marke w\u00e4re egal, ASMI liefert auch an SanDisk&#8230;).<\/p>\n<p>Beim Kopieren der Dateien auf den Rechner stellen wir dann fest, da\u00df das Dateisystem gebr\u00f6selt ist. Nebenbei: es handelt sich um eine Theaterauff\u00fchrung, Takes nochmal aufnehmen ist also nicht, weil war nicht.<\/p>\n<p>Einmal dosfsck sp\u00e4ter und wir haben zumindest aus der zweiten FAT die erste korrekt restauriert.<\/p>\n<p>Problem: die Dateien enthalten u.U. keine Video-Daten, sondern M\u00fcll. D.h.: Tools wie PhotoRec sind etwas hilflos, weil ab einem undefinierbaren Zeitpunkt die Karte von sich aus beschlie\u00dft, Quatschdaten rauszuliefern.<\/p>\n<p>Um das Real-Life-Adventure &#8220;Kopieren von der Speicherkarte&#8221; noch etwas spannender zu gestalten, verabschieden sich bei weiteren Kopierversuchen durchaus mal Daten, die vorher noch da waren. (Komische Erwartungshaltung meinerseits, von einem Solid-State-Datentr\u00e4ger zu erwarten, da\u00df er ein paar Lese(!)-Versuche auf der selben Stelle abk\u00f6nnen sollte.)<\/p>\n<p>Und: jetzt kommen wir wieder zum urspr\u00fcnglichen Thema des Blogartikels, der Firma ASMI bzw. eines dort t\u00e4tigen Entwicklers: die Karte liefert dann nur noch Sektoren mit dem Header &#8220;ASMI-SD&#8221; raus.<\/p>\n<p>Bis man sie aus dem Slot nimmt und wieder hineinsteckt. Dann geht es wieder, manchmal f\u00fcr ein paar Megabytes, manchmal auch nicht.<\/p>\n<p>Daher kenne ich jetzt die Firma ASMI &#8211; und wei\u00df, ich mag dort jemanden nicht besonders&#8230; bzw. dessen Verst\u00e4ndnis von sinnvoller Error-Recovery.<\/p>\n<p>Zu meinem Gl\u00fcck hatten auch bei den Linux-Kernel-Entwicklern einige Leute schon Spa\u00df mit spackenden USB-Komponenten. Es gibt n\u00e4mlich einen trickreichen Weg (dank Alan Stern) unter Linux einen USB-Device-Reset auszul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Jetzt mu\u00df ich zumindest nicht mehr Card-Jockey spielen und kann\u00a0stolz dieses v\u00f6llig gehirnamputierte Programm zum Wiederherstellen von ASMI-erkrankten SD-Karten pr\u00e4sentieren:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.idioten-notschlachten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/sd_card_recover.c\">sd_card_recover.c<\/a><\/p>\n<p><strong>Update:<\/strong><\/p>\n<p>Offenbar schaffen es diese Speicherkarten auch noch, je nach Gusto in verschiedenen Sektoren Bitflips unterzubringen &#8211; die dann je nach Lesezyklus variieren.<\/p>\n<p>L\u00f6sungsidee #1: zwei oder mehr Versionen parallel lesen, Bitflip-Positionen identifizieren, so lange permutieren, bis der ffmpeg-Stream-Reader irgendeinen Sinn erkennen kann.<\/p>\n<p>L\u00f6sungsidee #2: (Fallback) zehnmal einlesen, Mehrheitsentscheid. (Wobei in diesem Zusammenhang demokratische Entscheidungen eindeutig ihre Grenzen finden k\u00f6nnen&#8230;)<\/p>\n<p>Ach richtig: spontane Software-Empfehlung an der Stelle: vbindiff, vergleicht zwei Bin\u00e4rdateien beliebiger Gr\u00f6\u00dfe visuell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; und: wollen Sie die kennenlernen? 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